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14.07.2026
15:00 Uhr
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Frühe Cloud-Angebote basierten auf gemieteter Kapazität. Heute prägen Architekturentscheidungen die Kostenstruktur. Der Beitrag zeigt, warum das so ist.

Vor der Cloud begann Infrastrukturplanung mit Investitionsentscheidungen. Server, Storage und Netzwerk wurden beschafft, installiert und über mehrere Jahre abgeschrieben. Neben der Hardware entstanden laufende Kosten für Strom, Rechenzentrumsfläche, Netzwerkanbindung und Betriebspersonal. Infrastruktur wurde in festen Kapazitäten geplant und über längere Zeiträume betrieben.
Dieses Modell bildete lange die Grundlage für wirtschaftliche Vergleiche zwischen eigener Infrastruktur und neuen Cloud-Angeboten. Wenn Cloud bewertet wurde, geschah dies meist direkt gegen diese Kostenstruktur: Hardwareinvestition, Abschreibung und Betrieb auf der einen Seite, gemietete Rechenleistung auf der anderen. Kosten waren in diesem Modell vergleichsweise gut nachvollziehbar. Sie entstanden primär durch bereitgestellte Kapazität. Wurde Infrastruktur einmal beschafft, entstanden laufende Kosten weitgehend unabhängig davon, ob Systeme stark oder nur gering ausgelastet waren. Planung, Betrieb und Kostenwirkung waren eng miteinander verbunden.
Frühe Cloud-Angebote wurden wie gemietete Infrastruktur verstanden: Kosten entstanden vor allem durch bereitgestellte Kapazität. Mit der Entwicklung zu servicebasierten Plattformen hat sich diese Logik verändert. Heute prägen Architekturentscheidungen die Kostenstruktur eines Systems. Der Beitrag zeigt, warum Cloud-Kosten deshalb bereits im Architekturentwurf entstehen.
Dieses Verständnis von Infrastruktur prägte lange den Vergleich zwischen eigener IT und Cloud-Angeboten. Mit der Weiterentwicklung der Cloud veränderten sich jedoch nicht nur Betriebsmodelle, sondern auch die Art, wie Kosten entstehen. In modernen Cloud-Plattformen hängen Kosten nicht mehr primär von bereitgestellter Kapazität ab, sondern von Architekturentscheidungen. Warum sich diese Logik verändert hat, wird in den folgenden Abschnitten Schritt für Schritt hergeleitet. Dieses Modell suggeriert Kontrolle: Kosten entstehen aus bekannten Größen und lassen sich durch Planung stabil halten.